Würde Spotify personalisierte Werbung spielen, müsste ich mich wenigstens nicht ständig von Musik belästigen lassen, die auf dem Globus meiner Interessen so weit von mir entfernt liegt, dass ich erst einen zwölfstündigen Flug zurücklegen müsste, um dort anzugelangen.

Vermutlich ist aber auch genau das die armseelige Strategie: Arme musikaffine Menschen in ein Premiumabo hineinzunerven.

Trauriger wäre nur, wenn tatsächlich ein Personalisierungsalgorithmus existierte, der aber dermaßen grottig funktioniert, dass er mir aus einem nicht nachvollziehbaren Grund zwischen den Titeln einer Powermetalplaylist regelmäßig Deutschrapwerbung eindudelt - eine Musikrichtung, in die ich im Allgemeinen nur ab und zu den kleinen Zeh hineintunke, um dann festzustellen, dass mir das Wasser zu kalt ist.

Vielleicht möchten mir die Programmierer auch sagen, dass mein Musikgeschmack Kacke ist.
Schüss!